Mehrere Coolify-Instanzen parallel überwachen
Zuletzt aktualisiert:
Deploir ist darauf ausgelegt, mehrere Coolify-Instanzen parallel zu überwachen. Dieser Guide zeigt, wie du saubere Multi-Server-Setups aufbaust, welche Limits pro Plan gelten, und worauf du bei der Performance achten solltest.
Server-Limits pro Plan
| Plan | Anzahl Coolify-Server |
|---|---|
| Free | 1 |
| Starter | 3 |
| Pro | 10 |
| Business | Unbegrenzt |
| Enterprise | Unbegrenzt |
Das Limit bezieht sich auf die Anzahl eindeutiger Coolify-Instanzen, nicht auf die darin enthaltenen Applikationen. Wenn du 50 Apps in einem Coolify-Server betreibst, ist das aus Deploir-Sicht ein Server.
Server hinzufügen
Der Workflow ist identisch zum ersten Server aus dem Erste-Schritte-Guide: API-Token in der jeweiligen Coolify-Instanz erstellen, in Deploir auf Server hinzufügen klicken, URL + Token einfügen, speichern.
Pro Server kannst du die Einstellungen separat pflegen:
- Polling-Intervall – ein kritischer Production-Server darf 30 s haben, dein Side-Project reicht 5 min
- Benachrichtigungen – pro Server separat ein-/ausschaltbar
- Anzeigereihenfolge – in der Menu Bar (Mac) oder Server-Liste (iOS) per Drag-and-Drop sortierbar
Naming-Konventionen
Die Wahl des Server-Namens beeinflusst, wie übersichtlich deine Liste bleibt. Drei Patterns, die sich bewährt haben:
Umgebungs-Präfix
prod-eu
prod-us
staging-eu
dev-personal
Nützlich bei mehreren regionalen Setups. Die Sortierung macht automatisch Sinn (alle prod-* zuerst, dann staging-*).
Kunden-Präfix (Agentur-Pattern)
kunde-a prod
kunde-a staging
kunde-b prod
internes tooling
Wenn du eine Agentur bist, die Kunden-Hostings verwaltet. Klar erkennbar, welche Infrastruktur zu welchem Projekt gehört.
Emoji-Prefix für Status-auf-einen-Blick
Deploir unterstützt Unicode im Server-Namen. Ein Emoji-Präfix macht die Menu-Bar-Liste farblich sortierbar:
🔴 prod-main
🟡 staging
🟢 side-project
Der Status-Dot der App kommt zusätzlich – das Emoji ist nur für die Lese-Gruppierung.
iCloud-Sync zwischen Mac und iPhone
Wenn du Deploir auf Mac und iPhone/iPad im gleichen iCloud-Account nutzt, synchronisieren sich deine Server-Konfigurationen automatisch. Keine manuelle Eingabe auf dem zweiten Gerät nötig.
Der Sync umfasst:
- Server-Namen und URLs – ja
- API-Tokens – ja, über iCloud Keychain (Ende-zu-Ende-verschlüsselt)
- Polling-Intervall pro Server – ja
- Notification-Settings – pro Gerät unabhängig (damit dein iPhone anders gepingt werden kann als der Mac)
Unser Server sieht von alldem nichts. iCloud-Sync ist Apple-interner Traffic zwischen deinen eigenen Geräten.
Wenn der Sync nicht greift: iCloud-Keychain-Sync in den iOS-Einstellungen aktivieren (Apple-ID → iCloud → Passwörter & Schlüsselbund). Bei vielen Enterprise-Setups ist das deaktiviert und erklärt 90 % der Synchronisations-Probleme.
Performance bei vielen Servern
Deploir pollt alle aktiven Server parallel – nicht sequenziell. Das heißt: Die Last auf deinem lokalen Gerät skaliert weniger stark als du denkst, aber die Netzwerk-Last auf deiner Seite summiert sich.
Bei 10 Servern auf 60 s Polling-Intervall = 10 Requests pro Minute ausgehend. Für jeden Office-Internet- oder Mobile-LTE-Anschluss irrelevant, aber bei seltsamen Proxy-Setups im Firmennetz gab's schon Stolperer.
Tipp: Wenn du primär beobachtest und nicht aktiv Deploys triggerst, setz weniger kritische Server auf 2 min oder 5 min Polling. Reduziert die Request-Frequenz erheblich ohne spürbaren Info-Verlust.
Server temporär deaktivieren
Wenn du einen Server längere Zeit nicht monitoren willst – etwa während du einen Umbau machst und bewusst nicht gepingt werden willst – nutz den Pause-Toggle pro Server.
Der Toggle liegt in der Server-Detail-Ansicht ganz oben. Pausierte Server:
- Erscheinen in der Menu-Bar-Liste mit grauem Dot (statt grün/gelb/rot)
- Werden nicht mehr gepollt
- Feuern keine Notifications
- Zählen weiterhin gegen dein Server-Limit im Plan
Reaktivierung mit demselben Toggle.
Server-Reihenfolge ändern
In der Menu-Bar-Liste: Cmd-Drag auf einem Server-Eintrag verschiebt ihn. Die Reihenfolge synct via iCloud auch auf andere Geräte.
Reihenfolge-Empfehlung: wichtigster Server oben. Der Gesamt-Status-Dot in der Menu Bar zeigt immer den schlechtesten Status aller aktiven Server – aber visuell greifst du als Erstes auf den obersten Eintrag zu.
Menü-Bar-Verhalten bei Dutzenden Servern
Bei >20 Servern wird die Menu-Bar-Liste lang. Deploir gruppiert dann automatisch nach Server-Name-Präfix (alles vor dem ersten Bindestrich). So wird prod-eu, prod-us, prod-asia zur ausklappbaren „prod"-Gruppe.
Wenn du keine Präfixe nutzt, bleibt die Flat-Liste. Gruppierung schaltet sich erst ab einer Schwelle automatisch ein.
Fragen?
Wenn dein Multi-Server-Setup spezielle Anforderungen hat, die wir hier nicht abdecken, schreib uns über die Kontaktseite. Wir nehmen jedes Feedback zu konkreten Use-Cases mit in die Roadmap.