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App-Entwicklung

Deploir wird kostenlos – jetzt für Mac und iOS im App Store

Wir kippen das Tier-Modell, ziehen die Mac-Version aus dem Direkt-Download und stellen Deploir komplett kostenlos auf den Apple App Store um. Mac und iOS, einmal laden, fertig.

Deploir wird kostenlos – jetzt für Mac und iOS im App Store

Was sich heute ändert

Vor zwei Tagen haben wir Deploir mit einem Tier-Modell gestartet: Free für einen Coolify-Server, dann Starter, Pro, Business als jährliche Lizenzen. Mac als Direkt-Download mit Sparkle-Updates, iOS kostenlos im App Store.

Diese Konstruktion fällt heute komplett weg. Deploir wird kostenlos – auf Mac und auf iOS, ohne Limits, ohne Lizenzschlüssel, ohne Tier-Auswahl. Beide Versionen liegen ab jetzt im Apple App Store: die iOS-Variante wie gehabt, die Mac-Variante neu. Direkt-Download, DMG-Datei und Lizenzserver gehen außer Betrieb.

Wir machen die Kehrtwende offen sichtbar, nicht still. Die Argumente, die wir vor 48 Stunden für „Sparkle statt Mac App Store" und „Tier-Modell statt gratis" geliefert haben, halten wir nicht mehr für richtig. Was sich geändert hat, ist die Rolle, die Deploir aus unserer Sicht spielen soll.

Warum wir das Tier-Modell kippen

Coolify ist Open Source und wird von einer aktiven Developer-Community getragen. Wir bauen mit Deploir einen nativen Client für genau diese Plattform – und je länger wir an der Tier-Konstruktion gefeilt haben, desto deutlicher wurde, dass eine Bezahlschranke vor Coolify-Monitoring nicht zu der Community passt, aus der wir kommen und für die wir bauen.

Pixzls Mission ist es, Developer zu fördern und zu unterstützen. Wir verdienen unser Geld als Agentur mit Web- und App-Entwicklung – Tools wie Deploir entstehen aus dem Bedarf, den wir selbst in Projekten haben, und sind keine Profit-Center. Wer Coolify selbst hostet, jongliert ohnehin schon mit eigener Infrastruktur, eigenen Backups, eigener Sicherheit. Genau diesen Leuten dann noch eine Jahres-Lizenz für den Status-Check vor die Nase zu stellen, fühlt sich falsch an. Es schiebt eine Hürde dahin, wo gerade keine sein sollte.

Die Tier-Aufteilung selbst – „bis zu drei Server für 19 €" – haben wir gewählt, weil typische Self-Hosting-Setups zwei bis drei Coolify-Instanzen umfassen (Staging, Prod, ggf. Side-Projects). Free sollte funktional sein, aber nicht so gut, dass keiner upgrade-bedürftig wird. Genau dieser Zwischenraum ist aber der unsinnigste: zu wenig für Pro-User, zu viel für Hobbyisten. Statt den Spagat weiter zu strecken, machen wir die App komplett kostenlos und behalten den kommerziellen Teil dort, wo er tatsächlich passt: bei Agenturen und Teams mit individuellen Anforderungen.

Warum jetzt der Mac App Store

Die Begründung im letzten Post war: 30 Prozent Apple-Provision auf eine kleine Jahreslizenz lohnen sich nicht, und Sparkle gibt uns mehr Update-Freiheit. Stimmt beides – aber sobald die Lizenz weg ist, kippt das Argument. Bei einer kostenlosen App fallen 30 Prozent von null an. Was bleibt, sind die Vorteile, die wir vorher abgewogen, aber abgelehnt hatten:

  • Auto-Updates über die App-Store-Mechanik. Kein Sparkle, kein Update-Server-Setup, keine Sorge um abgelaufene Developer-ID-Zertifikate.
  • Discoverability durch Mac-App-Store-Suche. Coolify-Nutzer, die nach „Coolify Mac client" suchen, finden Deploir jetzt im Store statt nur über unsere Website.
  • Vertrauen durch Apple-Sandbox + App Review. Für viele Mac-Nutzer ist „aus dem App Store" das Standardkriterium für „kann ich bedenkenlos installieren" – Direkt-Download mit Notarisierung tut es auch, ist aber für den Durchschnitts-User der zweite Schritt.
  • Einheitliche Bezugsquelle für Mac und iOS. Die App liegt unter einer Bundle-ID im Store, Universal-Binary-Distribution. Ein Tap im App Store auf dem iPhone, ein Klick auf dem Mac, fertig.

Wir hatten den Sparkle-Pfad gewählt, weil wir ein Bezahlmodell hatten und auf jedes Prozent geguckt haben. Mit dem Bezahlmodell weg fällt der Grund weg. Der pragmatische Weg ist jetzt der App-Store-Weg, also gehen wir den.

Was mit den bisherigen Installationen ist

Wichtig vorab: Die bezahlten Tiers waren noch nicht live. Pro und Business standen auf der Produktseite, hatten aber einen „Bald verfügbar"-Status – der Checkout war zu keinem Zeitpunkt freigeschaltet. Es gab also keine bezahlten Bestellungen, niemand muss erstattet werden, niemand sitzt auf einer Lizenz, die jetzt sinnlos wird.

Wer den Direkt-Download der Mac-Version vor dem Wechsel installiert hat, kann ihn weiter benutzen, bis er sich von selbst aktualisiert oder ihr ihn neu installiert. Sparkle ist im Build noch drin und prüft auf Updates, der Update-Server bleibt für die kommenden Wochen stehen, damit niemand mit einer kaputten Version sitzen bleibt. Wir empfehlen aber den Wechsel auf die App-Store-Version, einfach weil das die Variante ist, die wir zukünftig pflegen werden.

Was Deploir jetzt ist

Die App selbst hat sich nicht verändert. Was am Tag des Launches funktioniert hat, funktioniert heute genauso – nur eben ohne Lizenz-Eingabe und ohne Server-Limit. Die Funktionen, die früher zum Pro- oder Business-Tier gehörten, sind jetzt auf jedem Gerät freigeschaltet:

  • Beliebig viele Coolify-Server parallel verwalten. Staging, Prod, Side-Projects, Kundenserver – die Liste ist nach oben offen.
  • Beliebig viele Geräte pro Setup. Mac plus iPhone plus iPad – synct via iCloud, kein Aktivierungs-Limit.
  • Multi-User pro Lizenz – wenn ein Team von drei Leuten dieselbe Coolify-Instanz aus drei Macs heraus monitoren will, geht das. Vorher war das ein Pro-Feature, ab heute fällt der Begriff weg.

Was nicht geht und nicht gehen wird: Push-Notifications via FCM. Deploir bleibt bei lokalem Polling und lokalen Notifications, weil das die einzige Variante ist, bei der dein API-Token nirgends einen Pixzl-Server passiert. Wer Push will, hat den Coolify-Webhook-Endpoint und kann sich mit einem eigenen Setup direkt zu seiner Notification-Pipe melden.

Was wir kommerziell behalten

Auch wenn die App kostenlos ist, fallen wir nicht in den „alles gratis, mal sehen wann's brennt"-Modus. Was wir behalten, ist der Custom-/Agentur-Support mit SLA: Priority-Antwortzeiten, individuelle Coolify-Integrationen, Onboarding für DevOps-Teams. Genau die Anfragen, die uns auch vor dem Launch erreicht haben und für die ein Tier-Modell nicht passte, weil sie individuelle Skalierung und individuelle Integration brauchten.

Das ist der Weg, den wir bei vielen unserer Pixzl-Projekte gehen: Tools sind kostenlos und so gut, wie wir sie hinkriegen, weil wir aus der Developer-Community kommen und ihr nichts wegnehmen wollen, was sie zur Arbeit braucht. Wer dazu noch persönliche Begleitung, Anpassung oder ein SLA will, kommt direkt mit uns ins Gespräch. Wer das nicht braucht, nutzt das Tool gratis – und wir freuen uns trotzdem über jede Erwähnung im Coolify-Discord.

Wie du drankommst

  • Mac App Store: apps.apple.com/de/app/deploir – kostenlos laden, Apple-Account nötig, Auto-Updates inklusive.
  • iOS App Store: Selber Link, gleiche Bundle-ID. Wer die iOS-Version schon installiert hat, bekommt ohne Mac-Klick keine Änderung – sie ist seit Tag eins kostenlos.
  • Direkt-Download: Wird in den nächsten Tagen ausgeschaltet. Update-Server bleibt für Bestandsinstallationen einige Wochen erreichbar, damit niemand mit einer veralteten Version festhängt.

System-Voraussetzungen sind unverändert: macOS 26 aufwärts, iOS 26 aufwärts. Wir bauen weiterhin gegen die jeweils aktuellsten Apple-APIs, weil App Intents, Live Activities und einige SwiftUI-Features in der jetzigen Form erst dort sauber laufen.

Wenn dir was an der App fehlt – egal ob Bug oder Feature-Wunsch – schreib uns über die Kontaktseite. Direkt-Mail, kein Ticket-System, keine Auto-Responder. Genau wie vorher.

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