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App-Entwicklung

Deploir für iOS – jetzt im App Store verfügbar

Einen Tag nach dem Mac-Release ist auch die iOS-Version von Deploir live. Widgets, Live Activities und Siri-Shortcuts bringen Coolify aufs iPhone – komplett kostenlos, ohne Lizenzkey.

Deploir für iOS – jetzt im App Store verfügbar

Was sich seit gestern geändert hat

Vor einem Tag haben wir Deploir offiziell released – die Mac-Version als Direkt-Download, die iOS-Version angekündigt als „folgt in den nächsten Wochen". Das „folgt" ist heute: Deploir für iOS ist ab sofort im App Store verfügbar. Apple hat das Review beim ersten Einreichen durchgewinkt, und damit ist der Plattform-Split, den wir beim Launch noch offen gelassen haben, geschlossen.

Die iOS-Version ist kein reduzierter Ableger der Mac-App. Was wir auf dem Mac in die Menu Bar bringen, übersetzen wir auf dem iPhone in die drei Oberflächen, die Apple für das Betriebssystem als nativ vorgesehen hat: Home-Screen-Widgets, Live Activities inklusive Dynamic Island und Siri. Wer bis jetzt zum Coolify-Status-Checken den Safari-Tab auf dem Phone offen hatte, kann den jetzt zuklappen.

Widgets: Status ohne App öffnen

Der wichtigste Baustein der iOS-Version sind die Home-Screen-Widgets. Zwei Größen zum Start:

  • Klein – ein Server pro Widget, Status-Dot plus Name. Reicht, wenn du einen primären Production-Server hast und wissen willst, ob der läuft.
  • Mittel – bis zu drei Server in einer Kachel mit Status und dem jeweils letzten Deployment. Der klassische „Staging + Prod + Side-Project"-Setup passt genau rein.

Für uns ist das Widget der Hauptgrund, die iOS-Version überhaupt zu bauen. Das Dashboard im Browser öffnen kann man auch auf dem iPhone – aber die Geste „entsperren, checken, wieder sperren" ist schneller als „entsperren, Safari, Tab finden, warten bis geladen". Das summiert sich über den Tag, vor allem wenn man unterwegs ist.

Die Widgets aktualisieren sich automatisch im Hintergrund. iOS drosselt die Refresh-Rate je nach Nutzungsverhalten – typisch alle 15 bis 30 Minuten, bei aktiver Nutzung häufiger. Bei einem Deployment-Trigger forcieren wir ein Update, damit die Kachel nicht hinterherhängt.

Live Activities: laufende Deployments im Dynamic Island

Der zweite große iOS-Baustein sind Live Activities. Sobald ein Deployment in deinem Coolify startet – egal ob du es aus Deploir getriggert hast oder aus dem Coolify-Web auf einem anderen Gerät – erscheint auf dem Lock Screen und im Dynamic Island eine persistente Kachel mit dem aktuellen Fortschritt. Nicht als One-Shot-Notification, die nach drei Sekunden weg ist, sondern als Live-Element, das so lange bleibt, wie der Deploy läuft.

Auf dem Lock Screen siehst du den Service-Namen, den Status (Building, Deploying, Running) und eine grobe Fortschrittsanzeige. Im Dynamic Island reduziert sich das auf ein Icon plus Status – wer ein iPhone 14 Pro oder neuer hat, sieht das permanent am oberen Bildschirmrand, ohne dass das Display dafür aktiv sein muss.

Das Ende des Deployments kommt als Notification. Bei erfolgreichem Durchlauf ein kurzer grüner Check mit Zeitstempel, bei gescheitertem Deploy eine rote Meldung mit einem Tap-Shortcut direkt in die Logs.

Siri-Shortcuts: Status per Sprache

Der dritte iOS-Baustein ist die Siri-Integration via App Intents. Wir haben drei Shortcuts mitgeliefert:

  • „Wie läuft mein Production-Server?" – liefert den aktuellen Status des als primär markierten Servers als Sprachantwort.
  • „Zeig mir meinen Coolify-Status" – liefert eine Zusammenfassung aller konfigurierten Server.
  • „Deploy für [Service-Name]" – triggert einen Redeploy, wenn dein API-Token die Rechte hat und du den Service-Namen im Shortcut definierst.

Das klingt auf den ersten Blick spielerisch, ist aber beim Autofahren oder Kochen genau das richtige Werkzeug, wenn man sich kurz vergewissern will, dass nichts brennt. Die Spotlight-Suche und die Shortcuts-App können dieselben Intents ansprechen – wer kein Siri nutzt, kommt über einen Home-Screen-Shortcut trotzdem ran.

iCloud-Sync: Mac und iPhone teilen sich die Konfiguration

Die Verwaltung der Coolify-Server und API-Tokens läuft – wie in der Mac-App – ausschließlich lokal im System-Keychain. Was iOS dazu bringt, ist der Sync via iCloud: Server, die du auf dem Mac anlegst, erscheinen automatisch im iPhone, und umgekehrt. Kein Pixzl-Server sieht deine Tokens, kein externer Dienst speichert die URLs.

Das ist uns wichtiger als es im ersten Moment aussieht. In Projekten sehen wir immer wieder, dass die „Convenience"-Option bei DevOps-Tools bedeutet, die Zugangsdaten auf einen Cloud-Server eines Drittanbieters zu schieben. Wir machen das umgekehrt: Sync über dein eigenes iCloud, und wenn du alle Geräte löschst, sind die Daten weg. Unsere Seite hält bewusst nichts vor.

iOS ist kostenlos, das Tier-Modell läuft auf dem Mac

Auf dem iPhone gibt's keinen Lizenzkey und keine Tier-Auswahl – die App lädst du im App Store und kannst sie sofort nutzen. Kostenlos heißt hier wörtlich: keine In-App-Käufe, keine Abo-Prompts, kein Feature-Gate. Widgets, Live Activities und Siri-Shortcuts sind in der iOS-Version ohne Unterscheidung freigeschaltet.

Das Jahres-Lizenzmodell betrifft ausschließlich die Mac-App. Free reicht dort für einen Coolify-Server, darüber geht es gestaffelt nach oben:

  • Free – ein Coolify-Server
  • Starter (19 €/Jahr) – bis zu drei Server
  • Pro (49 €/Jahr) – bis zu zehn Server
  • Business (99 €/Jahr) – unbegrenzt Server

Der Grund für den Split: Auf dem Mac passiert die eigentliche Arbeit – Live-Logs verfolgen, Redeploys auslösen, Multi-Server-Panels offen halten. Das iPhone ist der Monitoring-Companion für unterwegs, und Monitoring wollten wir nicht hinter einer Bezahlschranke verstecken. Wer auf dem Mac für eine höhere Stufe zahlt, bekommt die zusätzlichen Server-Einträge via iCloud aufs iPhone gesynct – ohne dort noch einmal zur Kasse gebeten zu werden.

Wie du drankommst

Die iOS-App lädst du direkt im App Store: apps.apple.com/de/app/deploir – kostenlos, ohne In-App-Käufe. Erforderliches System: iOS 26 aufwärts – wir haben bewusst nicht weiter zurück gehandelt, weil App Intents in der jetzigen Form und Live Activities mit ihren aktuellen Capabilities erst ab iOS 26 sauber laufen.

Die Mac-App bleibt als Direkt-Download auf unserer Produktseite – kein Mac App Store, weil wir beim Mac-Teil mehr Freiheit bei Sparkle-Updates haben wollen und uns die 30-Prozent-Apple-Provision auf einer kleinen Jahreslizenz nicht gelohnt hat. Sparkle zieht Updates automatisch nach, signiert mit unserem Developer-ID-Zertifikat.

Wer die Mac-App noch nicht installiert hat, kann direkt mit der iOS-Version einsteigen – die Integration funktioniert in beide Richtungen. Mac kommt über den DMG-Download, iOS über den App Store, die Konfiguration läuft anschließend via iCloud zusammen.

Was wir aus dem Split-Release gelernt haben

Der iOS-Release hat gezeigt, wie sinnvoll es war, die Mac-App einen Tick früher zu launchen. Feedback aus den ersten Tagen – Menu-Bar-Dot-Farben, Panel-Größen, die Reihenfolge der Server – konnten wir in die iOS-UI einfließen lassen, bevor die beim App-Review lag. Ein Launch, zwei Plattformen, in weniger als einer Woche: das war die saubere Abfolge, nicht ein großer Doppel-Launch am gleichen Tag.

Was als nächstes kommt, haben wir beim Mac-Launch schon skizziert: Multi-User innerhalb einer Lizenz, Push-Notifications via FCM zusätzlich zum Polling-Intervall, und ein paar Detail-Feinarbeiten an den Dark-Mode-Views. iOS-spezifisch steht auf der Liste: ein Lock-Screen-Widget zusätzlich zu den Home-Screen-Größen und StandBy-Support auf neueren iPhones. Beides klein, beides nicht release-blockierend, aber Quality-of-Life-mäßig auf der Karte.

Wenn dir was fehlt oder nicht passt, schreib uns über die Kontaktseite. Jede Nachricht landet direkt bei einem von uns – kein Ticket-System dazwischen.

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