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Deploir 1.2: Fehlgeschlagene Deploys erklären sich selbst

Deploir 1.2 sagt dir, warum ein Deploy gescheitert ist, behält alle deine Coolify-Server im Blick und zeigt Datenbanken und Dienste. Das Update liegt gerade bei Apple im Review.

5 min LesezeitApp-Entwicklung
Deploir 1.2: Fehlgeschlagene Deploys erklären sich selbst
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Im App Store steht seit Ende Juli Deploir 1.0.2. Seitdem ist viel passiert, nur eben nicht im Store. Eine Version 1.1 mit Datenbanken und Diensten war im August fertig, wir haben sie aber nie eingereicht. Wir wollten erst die Übersicht neu machen, und daraus ist mehr geworden als geplant.

Deploir 1.2 ist fertig und liegt gerade bei Apple im Review. Sobald Apple das Update freigibt, kommt es automatisch auf iPhone, iPad und Mac. Hier steht, was drin ist.

Warum ist der Deploy gescheitert?

Wenn ein Deploy in Coolify scheitert, fängt die eigentliche Arbeit erst an. Du öffnest das Log, scrollst durch ein paar hundert Zeilen Build-Ausgabe und suchst die eine Zeile, die wirklich zählt. Meistens steht sie irgendwo kurz vor dem Ende, versteckt zwischen Warnungen, die nichts zu sagen haben.

Deploir nimmt dir diese Suche jetzt ab. Öffnest du das Log eines gescheiterten Deploys, steht oben ein Satz zur wahrscheinlichen Ursache und ein Vorschlag, was du als Nächstes tun kannst. Ein Tipp auf die Stelle springt im Log direkt zur entscheidenden Zeile.

Den Satz schreibt Pixzl AI, und zwar auf deinem Gerät. Das Log verlässt weder dein iPhone noch deinen Mac. Für uns war das die Bedingung, überhaupt eine KI an Build-Logs zu lassen. In solchen Logs stehen Pfade, Hostnamen und manchmal Dinge, die dort nicht stehen sollten. Die schickt man nicht an einen fremden Server, nur damit ein Satz dabei herauskommt.

Läuft Pixzl AI auf deinem Gerät nicht, etwa weil es älter ist, zeigt Deploir die entscheidende Zeile trotzdem an, nur eben ohne Erklärung dazu. Das ist weniger bequem, spart aber schon das meiste Scrollen.

Eine Übersicht, die mit dem Wichtigsten anfängt

Die Übersicht haben wir auf allen Geräten neu gestaltet. Ganz oben steht in einem Satz, wie es deinem Server geht: „Alles ruhig“, ein Deploy, der gerade läuft, oder „2 Probleme“. Darunter sortiert Deploir nach dem, was dich gerade braucht. Was läuft, kommt nach oben, was kaputt ist, direkt danach. Was einfach funktioniert, steht ruhig am Ende.

Farbe gibt es nur noch dort, wo etwas nicht stimmt. Das klingt nach einer Kleinigkeit. Wer aber jeden Morgen auf eine Liste mit zwanzig grünen Punkten schaut, übersieht den einen roten irgendwann. Läuft ein Deploy, füllt sich seine Zeile wie ein Fortschrittsbalken. Deploir schätzt die Dauer anhand der letzten Durchläufe dieser App.

Apps oder Datenbanken, die dich nicht interessieren, kannst du jetzt aus der Übersicht ausblenden. Bei Coolify-Instanzen mit vielen Testprojekten wird die Liste damit deutlich kürzer.

Datenbanken und Dienste

Bisher hat Deploir nur Anwendungen gezeigt. Wer in Coolify eine Postgres-Datenbank, Redis oder einen fertigen Dienst laufen hat, sah davon in der App nichts. Das war die Lücke, die wir mit 1.1 schließen wollten, und sie ist jetzt Teil von 1.2.

Datenbanken und Dienste stehen in derselben Übersicht wie deine Apps. Wird eine Datenbank ungesund, meldet Deploir das genauso wie einen gescheiterten Deploy. Starten, stoppen und neu starten kannst du sie direkt aus der App, jeweils mit einer Rückfrage, damit nichts aus Versehen passiert.

Alle Server im Blick

Bis 1.0.2 hat Deploir nur den Server beobachtet, den du gerade offen hattest. Mit zwei Coolify-Instanzen hieß das: Scheiterte auf der anderen ein Deploy, hast du es erst gemerkt, als du umgeschaltet hast.

Jetzt schaut Deploir einmal pro Minute auch auf alle anderen Server, die du eingerichtet hast. Scheitert dort etwas, bekommst du eine Mitteilung, in der der Name des Servers steht. Ein Tipp darauf wechselt zu diesem Server, und das Problem wartet dort in der Übersicht auf dich. Auf dem Mac bekommt das Symbol in der Menüleiste einen Punkt, sobald irgendwo etwas nicht stimmt.

Was auf dem Mac neu ist

Die Mac-App hat am meisten dazubekommen. Sie schickt jetzt eigene Mitteilungen, wenn ein Deploy startet, fertig wird oder scheitert. Einen laufenden Deploy kannst du abbrechen, ohne gleich die ganze App zu stoppen. Jede App hat eine eigene Seite mit ihrem Zustand, ein paar Kennzahlen und dem Verlauf der Deploy-Dauer.

Wer Deploir nur in der Menüleiste haben will, kann das Symbol im Dock ausblenden. Für die Tastatur gibt es ⌘F für die Suche, ⌘R zum Aktualisieren und ⌘1 bis ⌘9 für deine Server.

iPhone, iPad und das iPhone Duo

Auf dem iPhone findest du deine Apps jetzt über Spotlight. Siri öffnet sie auf Zuruf, und Deploir lässt sich ins Kontrollzentrum oder auf die Aktionstaste legen. Die Widgets nennen die App, die gerade deployt wird oder gescheitert ist. Ein Tipp auf die Live Activity öffnet den laufenden Deploy.

Für das iPhone Duo und das iPad haben wir eine eigene Ansicht für breite Bildschirme entwickelt. Klappst du das Duo auf oder zu, bleibst du, wo du warst, auch mitten in einem Log. Einstellungen, Einrichtung und Dunkelmodus haben ebenfalls ein neues Design bekommen.

Was wegfällt

Den Knopf für ein Rollback haben wir entfernt. Er hat nie getan, was er versprochen hat. Die Schnittstelle von Coolify nimmt zwar einen bestimmten Commit entgegen, ignoriert ihn aber und deployt einfach den neuesten Stand. Ein Rollback, das in Wahrheit ein normaler Deploy ist, kann im falschen Moment richtig Schaden anrichten. Lieber gar keinen Knopf als einen, der lügt. Kann Coolify das eines Tages zuverlässig, kommt er wieder.

Daneben haben wir viele kleine Fehler behoben. Deploys, die gelaufen sind, während die App geschlossen war, tauchen jetzt zuverlässig auf. Die Schnellaktionen auf dem Home-Bildschirm funktionieren wieder, und Logs laden nach einem kurzen Verbindungsabbruch weiter.

Was gleich bleibt

Deploir bleibt kostenlos, ohne Werbung und ohne In-App-Käufe. Es gibt kein Konto und keinen Server von uns dazwischen. Die App spricht nur mit deinem eigenen Coolify. Dein API-Token liegt im Schlüsselbund deines Geräts. Auch die Mitteilungen entstehen auf dem Gerät selbst und laufen nicht über einen Push-Dienst. Voraussetzung sind weiterhin iOS 26 und macOS 26.

So kommst du an Deploir 1.2

Hast du Deploir aus dem App Store installiert, kommt das Update automatisch, sobald Apple es freigegeben hat. Die Mac-Version außerhalb des App Stores folgt kurz danach. Über Homebrew aktualisierst du dann wie gewohnt:

brew upgrade --cask deploir

Du hast keinen eigenen Coolify-Server, willst Deploir aber trotzdem ansehen? Beim ersten Start gibt es einen Demo-Modus mit Beispieldaten. Dort laufen sogar Deploys durch, und einer scheitert, damit du die Erklärung ausprobieren kannst.

Fazit

1.2 ist das größte Update, seit es Deploir gibt. Zwei Dinge sind uns am wichtigsten: Deploir sagt dir jetzt, warum etwas kaputt ist. Und es übersieht keinen Server mehr, nur weil du gerade woanders hinschaust. Den Rest merkt man vor allem daran, dass man seltener den Browser öffnen muss.

Wenn dir etwas fehlt oder nicht funktioniert, schreib uns über die Kontaktseite.

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Dominik Rieken

Autor

Dominik Rieken

Gründer & Geschäftsführer, Pixzl

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